Vorgeburtliche Mutter-Kind Bindung – Bonding beginnt im Bauch

Babyconnecting Bonding von Mama und Baby im Bauch Schwangerschaft

Mama Baby Bonding, der Bindungsaufbau zwischen Mama und Baby, aber auch zwischen dem/der Partnerin und dem heranwachsenden Kind, beginnt nicht erst, wenn der/die Kleine das Licht der Welt erblickt. Bereits während der Schwangerschaft ist es möglich das unsichtbare Band, das ein Leben lang besteht, zu stärken und mit Babyconnecting schon vor der Geburt eine innige Bindung um Baby im Bauch herzustellen. Alles zum Thema vorgeburtliche Mutter-Kind-Bindung liest du in diesem Beitrag. 

Pränatalpsychologie - eine sehr junge Forschung

Lange ging man davon aus, dass die Entwicklung eines Babys im Mutterleib ein passiver Prozess ist und sich auf: Organbildung, Wachsen und Gedeihen beschränkt. Obwohl erste Ursprünge der pränatalen Psychologie bereits in den 1930ern zu finden sind, rückt sie erst in den späten 80ern ins Zentrum der Forschung. Sie beschäftigt sich mit dem intrauterinem (= in der Gebärmutter) emotionalen Erleben und Empfinden des ungeborenen Kindes Themen sind also unter anderem , wie die Schwangerschaft das Wesen eines Kindes prägt und wie man als Schwangere bereits eine innige pränatale Bindung aufbauen kann. 

Man geht davon aus, dass Babys mit Ende der Embryonalphase bereits in der Lage sind, zu empfinden.

Vor allem im zweiten Trimester der Schwangerschaft werden die Sinnesorgane des Babys entwickelt und geschärft. In der 20. bis 24. Schwangerschaftswoche ist das Gehör zum Beispiel vollkommen ausgeprägt. Dein Baby ist also in der Lage, Stimmen und Geräusche auch außerhalb des Mutterleibs wahrzunehmen. Musik, Straßenlärm,… all das kann dein Baby hören und reagiert womöglich sogar darauf. Vielleicht bemerkst du, dass dein Baby ganz ruhig wird, wenn du oder dein/e Partner/PartnerIn sprichst oder, dass es erschrickt, wenn ein hupendes Auto vorbeirauscht. Auch der Tast-, Geschmack- und Geruchssinn entwickelt sich immer weiter aus und ist bis zum Ende der Schwangerschaft vollkommen ausgereift.

Neben den Sinnen entfaltet sich jedes Baby bereits emotional. Durch Entwicklungen in der Pränataldiagnostik konnte gezeigt werden, dass Babys auf Stress oder Entspannung der Mutter motorisch reagieren. Empfindet die Mutter große Angst oder Anspannung z.B. während sie einen actionreichen Film sieht, reagiert das Baby mit leichten Veränderungen in seiner Motorik. Es runzelt die Stirn oder beginnt wild zu strampeln. Auf der anderen Seite führen positive Gefühle der Mutter dazu, dass vermehrt Endorphine im Mutterleib ausgeschüttet werden. Diese zeigen eine positive, beruhigende Wirkung auf das Baby. Bereits hier beginnt das unterbewusste Mama Baby Bonding.

Wann beginnt der Bindungsaufbau zwischen Mutter und Kind?

Durch die neuesten Erkenntnisse können wir sehen, dass Mutter und Kind von Anfang an in unmittelbarem Beziehungsaufbau miteinander stehen. Einerseits kann das Baby über die sich entwickelnden Sinnesorgane auch die Umwelt miterleben, in der sich die Mutter befindet. Andererseits spielt der Hormontransport eine wichtige Rolle. Als Botenstoffe sorgen sie nämlich dafür, dass die Gefühle der Mutter zum Kind weitergeleitet werden.

Mama und Baby sind sich so nahe, wie niemand sonst! Jedes Atemgeräusch, jeder Herzschlag, jede Reaktion wird direkt wahrgenommen und darauf reagiert. Hierbei entsteht eine tiefe Bindung, ein “unsichtbares Band” das während dieser Zeit und darüber hinaus wächst. Der Bindungsaufbau zwischen Mutter und Fötus beginnt also bereits sehr früh und setzt sich dann auch lange nach der Geburt fort.

Was sagt die Forschung über die Auswirkungen von Stress auf das ungeborene Kind?

Natürlich wird auch in der Forschung diskutiert, inwiefern Stress auf die Entwicklung des ungeborenen Kindes Einfluss nimmt. WissenschaftlerInnen sind davon überzeugt, dass die natürlichen emotionalen Höhen und Tiefen, die im Laufe einer Schwangerschaf auftreten, das Kind nicht gefährden. Kritisch wird es erst, wenn Angst- und Stresszustände chronisch werden, das bedeutet über einen längeren Zeitraum anhalten oder bei existenziellen Krisen. Das äußert sich unter anderem dadurch, dass diese Kinder eventuell zu früh geboren werden, ein geringeres Geburtsgewicht aufweisen oder es zu einer verlangsamten Entwicklung kommt. 

Wenn du also “dem ganz normalen Wahnsinn” ausgesetzt bist, sei beruhigt, denn es ist alles in Ordnung. Du musst keine Angst haben, dass deine Gefühle, die manchmal negativ sein können, dein Kind komplett aus der Bahn werfen oder eine Entwicklungsstörung mit sich bringen. Denn Höhen und Tiefen gehören nun mal zum Leben dazu.

Babyconnecting Mama Baby Bonding

Babyconnecting - Stärkung der Mama Baby Beziehung

Dieser zusätzliche Aspekt, dass dein Kind alles fühlt, was du fühlst und darauf reagiert, kann nicht nur positiv sein. Vielleicht bist du nicht von Anfang an hocherfreut über die Schwangerschaft, vielleicht hast du gerade viel Stress, einen anstrengenden Job, viel zu erledigen und/oder streitest dich ab und zu mit deinem Partner/PartnerIn. Das ist alles OKAY und gehört zum Leben dazu. Sag dir das immer wieder vor – es ist nichts falsch an deinen Gefühlen! Es ist nichts falsch, sich nicht jeden Tag gut zu fühlen, heiter und lustig zu sein. Es ist okay, sich zu streiten, traurig oder wütend zu sein. Es ist okay, diese emotionale Achterbahnfahrt namens Leben weiter zu durchleben. Nicht im ruhig & ausgeglichen zu sein.

Das es wirklich okay ist, zeigt auch die Wissenschaft, denn du schadest deinem Baby nicht, wenn du einmal einen schlechten Tag hast. Stimmungsschwankungen und ein vielleicht stärkeres Empfinden während der Schwangerschaft sind ebenfalls vollkommen normal und gehören zum Mama Baby Bonding dazu.

Vorgeburtliche Mutter-Kind-Beziehung aufzubauen: so gelingt es

Es gibt einige Schwangerschaftsrituale, die sich positiv auf dein Ausbau einer innigen Mutter-Kind-Beziehung auswirken. Wenn es dir gerade an Kreativität mangelt oder du einach mal ein paar neue Ideen brauchst, lies unsere 8 Tipps zum Mama-Baby-Bonding. Außerdem ist ganzheitliches Schwangerschaftsyoga, das Babybonding beinhaltet ideal für dich zum die Mutter-Kind-Beziehung zu stärken.

Frühes Mama Baby Bonding durch Schwangerschaftsyoga

Eine Schwangerschaft bringt einige Unsicherheiten mit sich. In der Frühschwangerschaft können viele Ängste auftreten, vor allem wenn das Baby noch nicht spürbar ist. Im weiteren Verlauf werden dich immer wieder Gedanken rund um die Geburt, das weitere Leben, die Erziehung,… beschäftigen. Damit ist es nicht immer einfach umzugehen, aber du wirst diese Situationen meistern. Meditationen sowie Traumreisen die wir kreiert haben, tragen dich durch schöne aber auch nicht so schöne Zeiten.

Während der Babyconnecting Meditationen des Schwangerschaftsyoga Online Kurses nimmst du dir ganz gezielt Zeit für dich und dein Baby. Geführt durch unsere Stimmen, und wenn du möchtest sanfte Musik, lehnst du dich zurück und fühlst dich aufgefangen. Gemeinsam bestärlen wir dich in deiner Schwangerschaft sowie Mutterrolle. Auch Berührung spielt eine essentielle Rolle während des Kurses. Während der aktiven Yoga-Einheiten leiten wir dich an, deinen Babybauch und somit indirekt dein Baby, zu streicheln und ihm Nahe zu sein.

Je besser es dir gelingt, Auszeiten für dich zu nutzen und einen emotionales Ausgleich zu schaffen, desto ruhiger und sicherer fühlt sich dein Baby. Das gelingt dir beispielsweise besonders gut durch geführte Mediationen und Atemübungen, Sport, sowie Austausch mit Familie und Freunden. 

Pränatale Bindung Vater / Co-Mutter

Auch dein Partner, deine Partnerin spielt eine zentrale Rolle beim Babyconnecting. Denn er/sie wird die weitere Hauptbezugsperson für euer Baby sein. Babys sind gegen Ende des zweiten Trimesters in der Lage, die Stimmen der Eltern (und auch anderen Personen) zuzuordnen und sie zu speichern. Daher kann es ein schönes Ritual sein, wenn der Papa / die Co-Mama von der Arbeit nach Hause kommt und dem Baby von seinem/ihrem Tag erzählt. Ihr könntet auch gemeinsam singen, Musik hören oder eine wohltuende Babybauch-Massage genießen. Im Bindungsaufbau dürft ihr kreativ sein mit eurem ungeborenen Nachwuchs. Jede Form der Aufmerksamkeit und gemeinsam Zeit ist richtig und wichtig.

Quellen:

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