8 Tipps: Bindungsaufbau in der Schwangerschaft

Bindungsaufbau in der Schwangerschaft 8 Tipps Bonding Mama Baby Beziehung

Dass ein Bindungsaufbau zwischen Mutter und Kind in der Schwangerschaft eine wunderbare Möglichkeit ist, das Baby bereits kennen zu lernen, wird wissenschaftlich bereits intensiv untersucht. Das zeigt, dass das Bonding zwischen Mama und Baby bereits im Bauch beginnen darf und soll. Im Folgenden geben wir dir acht praktische Tipps an die Hand, wie du eine bessere Verbindung zu deinem Baby bereits während der Schwangerschaft aufbaust.

1. Vorsingen, Vorlesen, Erzählen

Ab der 18. bis 20. Schwangerschaftswoche ist das Ohr deines Babys mit seinem Hörsinn ausgebildet. Ab der 28. SSW können Babys die Stimmen von Eltern sowie anderer Personen zuordnen und speichern diese bereits ab. Geräusche von außen werden über das Fruchtwasser in Form von Schallwellen weitergeleitet. Wenn du deinem Baby also eine bestimmte Musik vorspielst, viel mit ihm sprichst oder Geschichten erzählst, erinnert sich das Zellgedächnis an die vorgeburtlichen Geräusche. Eine bestimmte Melodie, die du gemeinsam mit deinem Baby in der Schwangerschaft oft gehört hast, kann später, wenn das Baby auf der Welt ist, beispielsweise beruhigend wirken.

Ein persönlicher Tipp zum Bindungsaufbau in der Schwangerschaft von Liz:

Während meiner ersten Schwangerschaft war ich drei Wochen in Portugal, ohne meinem Partner oder meiner Familie unterwegs. Um den Bindungaufbau aufrecht zu halten erhilt mein Freund den Auftrag Sprachnachrichten aufzunehmen. Diese spielte ich unserem Baby Abends laut vor, sodass es sich weiterhin an unserer beiden Stimmen gewöhnen kann.

Bindungsaufbau mit Baby im Bauch durch Musik, Tönen, Vorlesen und Vorsingen

2. Bindung herstellen durch Babybauch streicheln & massieren

Die Haut des Ungeborenen wird stets mit warmen Fruchtwasser umspült. Das Baby spürt die Fruchtblase sowie Gebärmutter, die es sicher wiegt und massiert. Dabei spürt es auch Streicheleinheiten von außen: wenn also du und dein Partner/deine Partnerin liebevoll den heranwachsenden Babybauch streichelt oder mit Öl einmassiert, weiß dein Baby, dass es umarmt und berührt wird. Bei leichtem Klopfen auf die Bauchdecke antworten die Kleinen im Bauch oft genau zu dieser Stelle, wo die Berührung stattfand. Ein wundervolles Ritual zur Kontaktaufnahme mit dem heranwachsenden Baby im Bauch und zum stärken des Bandes.

“Die Haut ist unser größtes Organ – ein Seelenbarometer”

3. Bewegung & Sport zum Bindungsaufbau

Die ganze Schwangerschaft über wird dein Baby durch die mütterlichen Bewegungen gewiegt, geschaukelt und erfährt in seiner warmen Umgebung absolutes Wohlbefinden. Vor allem bei sportlichen Aktivitäten können werdende Mütter wahrnehmen, dass das Baby meist ganz ruhig ist und friedlich schläft. Es genießt die Anstrengung. Beim Sport werden viele Hormone ausgeschüttet, unter anderem die Glücklichmacher Hormone namens Endorphine. Diese tragen einerseit dazu bei, dass du dich als Mama total wohl in deinem Körper und ausgeglichen fühlst. Außerdem werden diese Hormone auf direktem Weg zu deinem Baby geleitet. Ihr beide seid also glücklich und fühlt euch wohl. Wenn du dich noch nicht ganz sicher fühlst, Sport in der Schwangerschaft zu betreiben, hilft dir unser Blogpost über die gängigsten Mythen über Sport in der Schwangerschaft mit Sicherheit weiter. Eins schonmal Vorweg: Sport und Bewegung ist für ein positives Schwangerschaftserleben sehr zu empfehlen.

4. Meditieren & mit dem Baby verbinden

Meditationen helfen, das Alltags-WirrWarr im Kopf zu entflechten, dich zu beruhigen und abzuschalten. Beim Meditieren entspannst du deinen Geist und besänftigst die sich immerfort drehenden Gedanken. Während der Meditationen nimmst du dir außerdem bewusst Zeit für dich und beruhigst damit dein vegetatives Nervensystem. Zudem trainierst du deinen Geist und förderst durch das Meditieren deine Gesundheit.

Wenn du dich körperlich nicht so fit fühlst, geistig unruig oder einfach nur überladen. Um mit guten Gedanken in den Tag zu starten, gelassen einzuschlafen oder eben um eine Verbindung zu deinem Baby herzustellen. Im Schwangerschaftsyoga Onlinekurs findest du 16 wundervolle Meditationen, die dich in jeder Alltagssituation begleiten.

Einige davon leiten dich gezielt an, um dich mit deinem Baby zu verbingen. Die mentale Verindung zwischen dir und deinem Kind ist nicht zu unterschätzen. Meditationen stärken das unsichtbare Band zwischen Mutter und Baby und sind damit eine tolle Möglichkeit des Babyconnectings.

meditationen in der schwangerschaft mit baby verbinden

5. Affirmationen, Kraftbilder und positive Anker

Eine Schwangerschaft bringt einige Unsicherheiten mit sich. In der Frühschwangerschaft können viele Ängste auftreten, vor allem wenn das Baby noch nicht spürbar ist. Im weiteren Verlauf werden dich immer wieder Gedanken rund um die Geburt, das weitere Leben, die Erziehung,… beschäftigen. Damit ist es nicht immer einfach umzugehen, aber du wirst diese Situationen meistern. Meditationen sowie Traumreisen die wir kreiert haben, tragen dich durch schöne aber auch nicht so schöne Zeiten.

Während der Babyconnecting Meditationen des Schwangerschaftsyoga Online Kurses nimmst du dir ganz gezielt Zeit für dich und dein Baby. Geführt durch unsere Stimmen, und wenn du möchtest sanfte Musik, lehnst du dich zurück und fühlst dich aufgefangen. Gemeinsam bestärlen wir dich in deiner Schwangerschaft sowie Mutterrolle. Auch Berührung spielt eine essentielle Rolle während des Kurses. Während der aktiven Yoga-Einheiten leiten wir dich an, deinen Babybauch und somit indirekt dein Baby, zu streicheln und ihm Nahe zu sein. Je besser es dir gelingt, Auszeiten für dich zu nutzen und einen emotionales Ausgleich zu schaffen, desto ruhiger und sicherer fühlt sich dein Baby. Das gelingt dir beispielsweise besonders gut durch geführte Mediationen und Atemübungen, Sport, sowie Austausch mit Familie und Freunden. 

6. Tönen in der Schwangerschaft

Tönen bedeutet bestimmte Vokale zu lautieren beziehungsweise zu singen. Das Tönen dieser Vokale hat eine beruhigende Wirkung auf dich und auf dein Baby. Wie bereits erwähnt, wird über die Knochenleitung deine Stimme zu deinem Baby getragen. Diese bringt das Fruchtwasser in Schwingung und schaukelt dein Baby somit wohlig hin und her. Auf dich hat es eine beruhigende Wirkung auf den Vagusnerv – unser Enstpannungszentrum. Probiere es gleich mal selbst aus und töne nacheinander die Vokale A – O – U tönen – oder auch gern das yogische Mantra OM (AUM). 

Kurze Anleitung zum Tönen

A
Hebe beim Einatmen die Hände nach oben über den Kopf
Atme aus, lass die Arme absinken und öffne den Mund um ein weites A zu tönen.

O
Atme ein und forme mit den Armen ein O vor dem Körper.
Atme aus, töne ein O und lass deine Hände dabei Richtung Bauch sinken.

U
Einatmen, Hände auf deinem Bauch, bei deinem Baby
Ausatmen und U tönen 

M
Einatmen: Bewege deine Hände zum Herzzentrum
Ausatmen und M summen/tönen

7. Yoga für Babyconnecting

In unserem Yogaonlinekurs für Schwangere nehmen wir dich in jeder Praxis mit, dich für einen Moment mit deinem Baby zu verbinden. Denn selbst auf der Yogamatte ist auch immer wieder Zeit, die Hände auf deinen Bauch zu legen, es zu streicheln und zu deinem Baby zu atmen. Genieße dabei jede Regung, die du wahrnehmen kannst – egal ob dein Baby gerade schläft oder mit dir mit yogiert. Hier ließt du zudem 7 Gründe wieso Yoga in der Schwangerschaft so wichtig und gut ist.

8. Führe ein Schwangerschaftstagebuch

Durch das schriftliche festhalten und reflektieren setzt du dich ganz gezielt mit deinen Gefühlen und deiner Bindung zu deinem Baby während der Schwangerschaft auseinander. Es ist spannend zu beobachten, wie sich zum Beispiel die Bewegungen des Babys während der Trimester verändert. Dich gezielt damit zu beschäftigen, was dir gut tut während deiner Schwangerschaft hilft dir außerdem in stressigeren Zeiten schneller auf deine Ressourcen zurückzugreifen. 

Es gibt ganz viele unterschiedliche Tools, wie du dich bewusst mit deinem Baby verbinden und somit eure Beziehung stärken kannst. Wichtig zu wissen und sich vorzuhalten ist, dass du nicht alles umsetzen muss. Achte viel lieber darauf, was sich gut anfühlt und finde in diesem Bereich dann deinen ganz persönlichen Weg des Babyconnectens.

Hab kein schlechtes Gewissen, falls du deinem Baby die ganze Schwangerschaft nichts vorgelesen hast oder dich nicht jeden Tag bewusst Zeit für dich und dein Baby genommen hast. Manchmal ist das einfach so. Spätestens wenn dein Baby das Licht der Welt erblickt und ihr viel gemeinsame Kuschel-Zeit genießt, entsteht von ganz alleine ein inniges, tiefes Band.

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